Lettland

Pardaugava - Das linke Ufer von Riga

So sehr die Daugava jahrhundertelang die wichtigste Lebensader Rigas war, so sehr teilt sie das Zentrum heute in zwei Teile, die man als völlig unterschiedliche Städte bezeichnen könnte. Rechts des Flusses die Altstadt mit ihrer Pracht und einer immensen Anzahl zum Teil weltbekannter Höhepunkte, links dagegen bzw. "Jenseits der Daugava", so die wörtliche Übersetzung, der weitaus weniger weltmännisch daher kommende Stadtteil Pardaugava.

 

Im weitesten Sinne geht es hier straßenweise noch ur-lettisch zu, wofür nicht zuletzt die traditionellen Holzhäuser dieses oftmals verkannten Stadt-Areals Pate stehen. Allzu viele Besucher verirren sich in der Regel jedenfalls nicht hierher, was bei näherer Betrachtung eigentlich schade ist, dafür andererseits umso mehr zur lokalen "Subkultur" beiträgt, in der das Bier noch deutlich günstiger ist als auf der anderen Seite des Flusses.

 

Wer sich im Anschluss an seine Reise rühmen möchte, Riga vollends gesehen und entdeckt zu haben, wird sich demnach wahlweise über die Vansu- oder die Akmens-Brücke auf die linke Seite des Flusses begeben müssen, wo gleich hinter den weithin sichtbaren Neubaukomplexen entlang des Ufers das etwas andere, vielleicht das ehrlichere Herz Rigas schlägt.

 

Wer den drohenden Fußweg lieber fahrend zurücklegen möchte, kann auf die  Trams (Straßenbahnen) N°10 oder N°2 aufspringen, die zudem eine Reihe von sehenswerten Lokalitäten in Pardaugava mehr oder minder direkt ansteuern. Dies betrifft beispielsweise den Arkadia-Park oder die Luther-Kirche. Weitere Highlights finden Sie hier.

 

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