Lettland

Reisen nach Riga - Es gibt viele gute Gründe

1. Die Altstadt:

In der historischen Altstadt haben mittelalterlicher Ursprung und Charakter Rigas die Jahrhunderte scheinbar mühelos überdauert. Schmale Gässchen und Treppen verkörpern die feingliedrigen Lebensadern des Ende 12. Jahrhundert  rechts des Flusses Daugava gegründeten Zentrums. – Die Wiege der späteren Handelsmetropole.

 

Schwedentor
Das Schwedentor. Das einzig erhaltene Tor der alten Stadtmauer.

Heute wird die Altstadt zu Recht als Weltkulturerbe der UNESCO geführt (seit 1997). Zu ihren Höhepunkten zählen neben steinernen Monumenten wie dem Dom (1211), der Petrikirche (1209), der Jakobskirche (1225), dem Schloss (1330) oder dem Haus der Schwarzhäupter (1334) vor allem das besondere Flair einer historisch gewachsenen Kulturmetropole.

 

Die immens große Anzahl internationaler Stadttouristen lässt keinen Zweifel aufkommen, dass es sich hierbei um einen der beliebtesten Zielpunkte im  Nord-Osten Europas handelt.

 

Daugava Brücke Riga
Riga bei Nacht: Brücke über den Fluss Daugava.

2. Metropole des Aufbruchs:

Wie so viele Städte im Osten Europas lässt auch Riga schon seit Jahren den "Muff" des Sozialismus mit großem Erfolg hinter sich. Die Stadt pulsiert, ist offen und wird mit steigender Wirtschaftskraft spürbar internationaler.

 

Doch neben allerhand neuen Einflüssen spiegelt sich in den Straßen Rigas auch das traditionelle lettische Leben wider. Hier die auf Wachstum und Modernität getrimmten City-Areale links der Daugava (Pardaugava), dort die historische Altstadt, die vom Jugendstil geprägte "Neustadt" oder auch die einzigartige lettische Holzarchitektur. Keine Frage: In Riga verbinden sich städtischer Aufbruch und lettische Tradition zu einer sehenswerten Mischung.

 

Dächer
Über den Dächern der Altstadt.

3. Lebendige Historie und Kultur

Als eine der wichtigsten Hansestädte überhaupt übte Riga ab Mitte des 13. Jahrhunderts enormen Einfluss auf die umliegenden Regionen aus. Mit dem Handel kamen Ideen, neue Strömungen und nicht zuletzt Menschen. Mit über 700.000 Einwohnern ist Riga heute die bei weitem größte Stadt des Baltikums.

 

Wen wundert es da, dass sich – verteilt über die gesamte Innenstadt – eine wahre Fülle von Museen und anderen kulturellen Einrichtungen findet, die den Geist der Vergangenheit anhand tausendfach ausgestellter Exponate verständlich, ja greifbar machen? Die Kirchen, die Theater, die Oper (1863), die Märkte, die Architektur – in Riga fügt sich alles auf vergleichsweise geringer Fläche in ein "sehenswertes Ganzes", ideal für Tages- und Wochenendtouristen.

 

Farbenfrohe Architektur
Farbenfrohe Architektur prägt vielerorts das Bild der Innenstadt.

4. Die Architektur

In Riga gibt es eine Reihe interessanter Architekturstile zu besichtigen, doch als herausragend gilt völlig zu Recht der Jugendstil. Außerhalb der Altstadt etablierten sich die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert links und rechts der breit angelegte Boulevards erbauten Jugendstilhäuser rasch zu begehrten "Lustobjekten" der wohlhabenden Bevölkerungsschicht.

 

In Riga mangelte es nicht an Reichtum. Der über Jahrhunderte gewachsene Handel hatte stets (mehr als) genug Geld in die Stadt gespült. Nun war es an der Zeit, sich entsprechend zu präsentieren. Zwar drohte in der Sowjetunion etlichen Häusern der Ruin, doch inzwischen erstrahlt vieles wieder in altem Glanz. Freiheit und Marktwirtschaft konnten offensichtlich auch das Gespür für Ästhetik und Glanz aufs Neue beflügeln.

 

Riga bei Nacht
Hier spielt sich das Nachtleben hinter den Fassaden ab.

5. Das Nachtleben

Riga kommt aufgrund seiner gewachsenen touristischen Bedeutung nur äußerst selten, im Grunde gar nicht zur Ruhe. Vor allem an den Wochenenden, aber auch wochentags locken unzählige Restaurants, Bars und (Nacht-)Clubs mit der ganzen geschmacklichen Bandbreite zu Entertainment, Party oder gediegenem Weggehen.

 

Hervorzuheben ist auch hier die Altstadt, wo sich das Leben im Sommer bis in die tiefen Nachtstunden auf offener Straße abspielt. Biergärten und Cafes machen riesigen Umsatz. Das "alte Riga" ist zweifelsfrei als einer der touristischen Knotenpunkte Lettlands und des gesamten Baltikums anzusehen.

 

Herbst
Die schönen Seiten des Herbstes.

6. Die Grünanlagen

Dem Mitte des 19. Jahrhunderts eilig vollzogenen Abriss der Stadtmauern folgte  eine erfreuliche Zweckentfremdung der frei gewordenen Flächen. Rings um die Altstadt herum entstand ein großzügiger Parkgürtel – heute die "grüne Lunge" der Stadt mit allerhand Raum für entspannte Tage an der frischen Luft.

 

Auch etwas außerhalb dominieren vielerorts Natur und Freiraum das Geschehen. So beispielsweise in der nördlich gelegenen Gartenstadt Mezaparks samt Zoo oder dem links der Daugava befindlichen "Uzvaras-Park", mit fast 40 Hektar der größte in Riga. Der Begriff "Naherholung" wird damit in der lettischen Metropole für Gäste und Einheimische gleichermaßen zu einem alltäglich beobachtbaren  Phänomen.

 

7. Die Märkte

Shopping erhält in Riga eine ganz besondere Note. Zwar gibt es hier wie andernorts in Europa inzwischen viele Konsumtempel und Geschäfte westlicher Prägung. Doch das Salz in der Suppe bilden sicherlich die zahlreichen Freiluft-Märkte der Stadt. Geschätzte 25 existieren insgesamt. Angepriesen wird dabei so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Kunsthandwerkliche Souvenirs, Lederwaren, Trödel (zweifelsfrei auch Ramsch) Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch etc. gehören zu den Klassikern des Gesamtangebots. Hervorzuheben ist der rund fünf Gehminuten von der Altstadt gelegene Zentralmarkt, ein aus ehemaligen Montagehallen für Zeppeline bestehendes Großaufgebot von Angebot und Nachfrage. Es ist der größte Stadtmarkt in Europa, gegründet bereits 1930.

 

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