Geschichte Riga in chronologischer Reihenfolge
11.-12. Jht.: Besiedelung der Region um die Düna-Mündung. Einsetzender Handel.
1198: Der Name Riga taucht erstmals in den Chroniken auf.
1201: Stadtgründung unter Bischof Albert Buxhoevden.
1211: Baubeginn des Doms zu Riga und des Klosters. Eröffnung der ersten Schule.
1215: Der erste große Brand in Riga. Erhebliche Zerstörungen.
1225-1226: Riga erhält seinen Verteidigungsgürtel. Ein Bürgerrat wird eingerichtet.
1282: Riga schließt sich der Hanse an und wird Knotenpunkt des Ostseehandels.
1293: In der Stadt wütet ein verheerender Großbrand. In der Folge werden strikte Bauvorschriften erlassen.
1297-1330: Kampfhandlungen zwischen der Stadt Riga und dem Deutschen Orden.
1354: Rigas Kaufleute schließen sich in Gilden zusammen.
1412: Empfindliche Beschneidung der Handelsfreiheit durch den Stadtrat. Massive Bevorteilung deutscher Kaufleute durch verschiedene Reglementierungen.
1481-1494: Erneut Krieg zwischen Riga und dem Deutschen Orden. Als Konsequenz bietet Riga Ordensmeister Wolter von Plettenberg (1450-1535) die Gefolgschaft an. Dennoch behält die Stadt eine gewisse Selbstständigkeit.
1521: Die Reformation erfasst auch Riga.
1535: Die Ordens-Obrigkeit gewährt Riga Religionsfreiheit.
1621: Riga ergibt sich dem schwedischen König Gustav II. Adolph (1594-1632) und verliert seine Unabhängigkeit.
1656-1661: Im Russisch-Schwedischen Krieg wird Riga von zaristischen Truppen belagert, ohne jedoch eingenommen zu werden.
1698: Die erste lettische Bibel wird in Riga gedruckt.
1700-1721: Im Großen Nordischen Krieg wird Riga hart umkämpft. 1709 wird die Stadt neun Monate lang von russischen Truppen belagert. Hungersnot als direkte Folge.
1710: Tausende Bürger sterben an der Pest. Die Stadt verliert fast die Hälfte ihrer Einwohner.
1721: Im Frieden von Nystad wird die Eingliederung Rigas in das Russische Reich festgelegt.
1803: Das erste städtische Krankenhaus öffnet die Pforten.
1812: Napoleonische Truppen streben Riga entgegen. Als Konsequenz werden die Randbezirke der Stadt niedergebrannt – ein voreiliger Entschluss, der den damaligen Gouverneur Rigas sein Amt kostete.
1861: Die Eisenbahnlinie Riga – Daugavpils wird fertig gestellt. Gleichzeitig erhält Riga seinen ersten Bahnhof.
1857-1863: Die Verteidigungsanlagen der Stadt werden abgetragen und durch den Boulevard Circle, einen breit angelegten Grünstreifen am Rand der Altstadt ersetzt.
1850-1900: Riga wird systematisch zu einem der wichtigsten Häfen Russlands ausgebaut. Die Bevölkerungszahl verzehnfacht sich nahezu auf rund 450.000.
1868: Nationales Erwachen in Lettland. In Riga kommt es zur Gründung der ersten nationalistischen Vereinigungen.
1873: Das erste lettische Lieder-Festival findet statt.
1915: Die Frontlinie des 1. Weltkriegs rückt nähert. Rund 200.000 Russen verlassen die Stadt. Riga wird von deutschen Truppen belagert.
1917: Deutsche Truppen nehmen Riga ein. Kaiser Wilhelm II. Macht sich vor Ort ein Bild von der Lage.
1918-1939: Die 1. lettische Unabhängigkeit. Riga wird Hauptstadt des Landes.
1940-1944: Im 2. Weltkrieg gelangt Riga zunächst in russische (bis 1941), dann in deutsche (1941-1944) und schließlich wieder in russische Hände.
1944-1990: Riga ist die Hauptstadt der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik (LSSR).
04.05.1990: Die 2. Unabhängigkeitserklärung Lettlands wird ausgerufen.
1991: Zeitweilige Besetzung des städtischen Parlamentsgebäudes durch russische Truppen.
21.08.1991: Anerkennung der lettischen Unabhängigkeit durch Russland. Lettland ist nun ein demokratischer Staat mit Riga als Hauptstadt.
1998: Das historische Zentrum Rigas wird UNESCO-Weltkulturerbe.
2001: Riga feiert 800. Geburtstag.
2003: Der Eurovision Song Contest findet in Riga statt.



