Lettland

Rezekne - Nahe der russischen Grenze

Die rund 40.000 Einwohner zählende Stadt Rezekne (dt. Rositten) liegt im Osten Lettlands, nicht weit von der russischen Grenze entfernt (ca. 50 Kilometer). Sie ist so etwas wie das urbane Zentrum der lettischen Region Latgale, deutlich geprägt durch wenig beschauliche Industrieanlagen aus der sowjetischen Ära.

 

Hinzu kommt, dass die um 1300 gegründete Stadt im Verlauf des 2. Weltkriegs große Teile ihrer mittelalterlichen Ursprünge verloren hat. Einem heftigen Bombardement durch russische Truppen im April 1944 fielen weit mehr als 70 Prozent der architektonischen Grundsubstanz zum Opfer.

 

Dies die Tage, von denen sich das Antlitz der Stadt im Grunde bis heute nicht erholt hat. Einzig die im Stadtpark befindlichen Überreste einer ehemaligen Ordensburg sowie die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Kirche dienen im engeren Sinne als touristische Ziele vor Ort. – Anders das Bild ein wenig außerhalb der Stadt.

 

Dass Rezekne einen Abstecher wert ist, und sei es nur als Basis für ausgedehnte Tagestouren, liegt am rund 18 Kilometer südlich gelegenen Raznas-See und/oder dem gleichnamigen Naturpark. Bootfahren, Camping, Wandern und Radfahren gehören zu den präferierten Freizeitaktivitäten der teils wunderschönen Naturregion.

 

Zweifelsfrei ein Ziel auch für Besucher, die mit dem Trubel der weitaus prominenteren Zentren im Westen Lettlands nichts anfangen können. Touristische Anstürme sind in der Region um Rezekne definitiv nicht zu erwarten. Es überwiegen Ruhe und Beschaulichkeit, wenn auch insgesamt (leider) getrübt durch den wenig bemerkenswerten Charakter einer lettischen Industriestadt.

 

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www.rezekne.lv Bilder aus Rezekne.