Lettland

Die Ostsee - Urlaubs-Ziel und Lettlands Tor zur Welt

Lettland verfügt über gut und gerne 500 Kilometer Ostseeküste, besitzt aber – ganz im Gegensatz zu Estland – keine einzige Insel. Ein Fakt, der die (gesunde) Rivalität beider Länder in der Vergangenheit immmer wieder zu entfachen wusste. Doch auch ohne prominente Urlaubsinsel vor der eigenen Tür muss man sich in Lettland wahrlich nicht grämen.

 

Ostsee
Im Winter an der Ostsee, Rigaer Bucht.

Die Strände sind sauber und zum Teil (sehr) gut besucht. Scheue Badeurlauber finden abseits der bekannten Seebäder des Landes aber auch jederzeit ein ruhigeres Plätzchen. Die sich bietenden Möglichkeiten sind erfreulicherweise nahezu unbegrenzt. Meterhohe Dünen lassen häufig weit in die Ferne blicken. Das Sommer-Klima ist angenehm warm, stets verbunden mit einem leichten Lüftchen. Keine Frage: Es gibt Schlimmeres.

 

Sommer an der Ostsee
Im Sommer an der Ostsee, Rigaer Bucht.

Das Leben an und zur See hat die Menschen in Lettland seit jeher stark geprägt. Hieraus bezieht das Volk einen Großteil seiner kulturellen Identität. Seefahrt, Fischfang und Handel waren für Lettland entscheidende Türöffner in die Moderne. Die wichtigen Häfen bzw. Standorte des Landes, allen voran Riga und Ventspils, waren schon im späten Mittelalter Säulen des sich ausweitenden Ostseehandels (Stichwort Hanse).

 

Aber auch kleine, teils bis heute intakte Fischerdörfer geben vieles von dem preis, was gelebte lettische Tradition bedeutet. Im nordwestlich gelegenen Nationalpark Slitere kann man sich hiervon wunderbar ein Bild machen. Genauer gesagt: Südwestlich von Kap Kolka, der lettischen Pforte in den Rigaischen Meerbusen.

 

Hier, aber auch andernorts haben sich durch das post-eiszeitliche Zusammenspiel von Wasser und Land einzigartige Ökosysteme entwickelt, die (internationalen) Besuchern nach der Sowjetära mehr und mehr zugänglich gemacht wurden. Naturtourismus ist sicherlich eine der sich am schnellsten entwickelnden Urlaubs-Branchen des Landes.

 

 

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