Aluksne - Touristisches Herzstück Nordostlettlands
Die 10.000 Einwohner zählende Stadt Aluksne ist reich an touristischen Höhepunkten. Zunächst die Lage: Die im Deutschen Marienburg genannte Ansiedlung mittelalterlicher Prägung ist Lettlands höchstgelegener Ort. 200 Meter hoch, direkt am gleichnamigen Aluksne-See befindlich, der seinen Besuchern ausgezeichnete Bade- und Wassersportmöglichkeiten bietet.
Der See ist mit knapp 16 km² Gesamtfläche der elftgrößte in Lettland. Er liegt exakt 184 Meter über dem Meeresspiegel und verfügt über vier malerische Inseln: Cepurite (Kleiner Hut), Gara (Lange Insel), Tiklu (Netz-Insel) und Pilssala (Burginsel).
Der Aluksne-See zieht mit seinem Erholungswert gleichsam Familien, Wasserski-Sportler, Angler und Ruderer an. Am 27.07.2008 fand dort auch ein internationales Formel-2-Motorbootrennen statt. Mit Erfolg feilt man am Bekanntheitsgrad der Region.
Die Geschichte: Historischen Dokumenten zufolge wurde Aluksne im Jahr 1285 erstmals erwähnt. Rund 60 Jahre später begannen Ordensritter aus Deutschland auf einer Insel inmitten des Aluksne-Sees mit dem Bau einer Burg, heute eine Ruine, in deren Mitte sich eine Freilichtbühne befindet, die bei kulturellen Veranstaltungen häufig zum Einsatz kommt.
Im Laufe ihrer langen Historie wurde die Burg abwechselnd von Deutschen, Russen, Schweden und Polen besetzt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts - im Zuge des Großen Nordischen Krieges (1700-1721) - wurde das insulanische Bollwerk in die Luft gesprengt.
Heute stehen nur noch nackte Mauern auf dem Flecken, auf dem dereinst die stolze Burg ihre Burgherren- und -fräulein schützend beherbergte.
Auch abseits seiner ältesten Mauerreste ist Asluksne in puncto "sehenswert" über jeglichen Zweifel erhaben. Der gleich am See gelegene Park beispielsweise ist reich an Pavillons, Skulpturen und Monumenten. In früheren Tagen diente das Gebiet den "Hohen Herrschaften" als grüner Ruhepol und Ziel entspannter Nachmittage. Heute ist er Allgemeingut und für jedermann zugänglich. – Traumhaft schön.
Der Park am eindrucksvollen "Neuen Schloss" (erbaut 1859-1863 im neugotischen Stil, Auftraggeber war Alexander von Vietinghoff) ist auch der Ausgangspunkt für einen 7,5 km langen Wanderweg, den sog. Seepfad.
Der Pfad lädt mit seiner unberührt scheinenden Natur zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Man sollte seine Sinne geschärft halten für seltene Pflanzen, historische Bauwerke und die Schönheit der Szenerie.
Die evangelisch-lutheranische Kirche von Aluksne ist einer der bedeutendsten religiösen Orte Lettlands. Johann Ernst Glück (lettisch: Ernsts Gliks), 1654 in Wettin nahe Halle/Deutschland geborener Schüler Luthers, schuf in der Stadt die erste lettische Bibelübersetzung. Ein wichtiger Beitrag zur (religiösen) Bildung und Aufklärung des zentral-baltischen Bauernstandes.
Das unweit der Kirche gelegene Bibel-Museum erinnert mit viel Liebe zum Detail an das Wirken und Werken Glücks, dessen Bedeutung für die Entwicklung der lettischen Schriftsprache und Lettlands Schulwesens gar nicht stark genug betont werden kann.
Soweit die durchweg positiven Eindrücke von Natur, Geschichte und Sehenswertem, mit denen man in Aluksne konfrontiert wird. Ein Besuch der Stadt ist definitiv empfehlenswert - auch mehrtägig. Weiter geht's mit der Unterkunft in Aluksne.










